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A565 Sicherungsmaßnahme der Rheinbrücke Bonn-Nord

Rheinbrücke Bonn-Nord_Nahaufnahme

A565

Sicherungsmaßnahme der 
Rheinbrücke Bonn-Nord

Die Rheinbrücke Bonn-Nord, auch Friedrich-Ebert-Brücke genannt, wurde im Jahr 1967 gebaut. Sie besteht aus der linksrheinischen Vorlandbrücke, der Strombrücke und der rechtsrheinischen Vorlandbrücke. Auf dem Bauwerk befinden sich zwei durchgehende Fahrspuren je Fahrtrichtung und je eine Abbiegespur. Es fahren täglich über 100.000 Fahrzeuge über die Brücke.

Die Ergebnisse der engmaschigen Bauwerksprüfungen und Gutachten zeigen deutliche Schäden an der rund 660 Meter langen linksrheinischen Vorlandbrücke der Rheinbrücke Bonn-Nord. Infolge jahrzehntelanger Belastung und intensiver Beanspruchung verfügt das Bauwerk nicht mehr über ausreichende Tragreserven für den LKW-Verkehr. 
Seit 2016 gilt bereits eine Begrenzung des Schwerlastverkehrs auf maximal 44 Tonnen. Dennoch treten weiterhin Ermüdungserscheinungen auf.

Um die Standsicherheit zu erhalten und eine Sperrung zu vermeiden, wurde eine weitere Maßnahme eingeleitet: LKW über 7,5 Tonnen dürfen die Brücke nicht mehr befahren.

Diese Maßnahme wird bis auf Weiteres aufrechterhalten, bis eine technische Lösung zur Verstärkung des Bauwerks gefunden ist. Sie gewährleistet, dass die Verkehrsinfrastruktur während der Übergangszeit funktionsfähig und sicher bleibt. Ihre Einhaltung ist zwingend erforderlich, da andernfalls eine Sperrung mit weitreichenden Folgen droht.

 

Häufige Fragen und Antworten

Unsere FAQ werden fortlaufend aktualisiert und erweitert. Wir ergänzen kontinuierlich neue Themen und Antworten, um Sie bestmöglich zu informieren.

Weshalb ist die Brücke ab Mitte Januar für LKW ab 7,5t gesperrt?

Unabhängige Gutachter haben ermittelt, dass die linksrheinische Vorlandbrücke als Teil der Rheinbrücke Bonn-Nord keine ausreichenden Tragreserven mehr für den LKW-Verkehr bietet. Seit 2016 gilt bereits eine Sperrung für den Schwerlastverkehr mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 44 Tonnen. Mit dieser Maßnahme soll sowohl das Bauwerk geschützt als auch der übrige Verkehr in diesem Bereich aufrechterhalten werden.

Warum wird hier keine Schranken- bzw. LKW-Sperranlage wie früher an der Leverkusener Brücke eingesetzt?

Der Einsatz einer LKW-Schranken- und Sperranlage wird derzeit geprüft. Dabei wird untersucht, ob und mit welchen Konsequenzen sich eine solche Anlage einsetzen ließe.

Welche Umleitungsrouten gelten für den Schwerverkehr und den öffentlichen Nahverkehr?

Die Verkehrszentrale Leverkusen plant bereits Umleitungsverkehre. Die ersten Auswertungen der Verkehrszahlen lassen den Schluss zu, dass ein Großteil des regionalen Schwer- und Fernverkehrs über die A3 und A61 abgewickelt werden kann. Vorschläge für dynamische Verkehrsinformationsanzeigen (dWiSta) bzw. weiträumige Umleitungsempfehlungen werden derzeit erarbeitet. 

Die Autobahn GmbH steht mit den zuständigen Verkehrsunternehmen in engem Austausch, um sie bei der Entwicklung neuer Verbindungskonzepte für den Linienverkehr zu unterstützen. 

Was passiert, wenn die Brücke weiterhin längerfristig mit Fahrzeugen über 7,5t befahren wird?

Eine dauerhafte Missachtung des Fahrverbots würde die Brücke erheblich belasten und die vorhandenen Schäden weiter verschlimmern. In diesem Fall müsste das Bauwerk aus Sicherheitsgründen vollständig für den gesamten Verkehr gesperrt werden. Damit wäre die wichtige Verbindung komplett unterbrochen.

Wird die Einhaltung des Fahrverbots kontrolliert?

Derzeit werden Konzepte für gezielte Kontrollen erarbeitet, um Verstöße zuverlässig feststellen und entsprechend ahnden zu können. So wird sichergestellt, dass die Sperrung für LKW über 7,5 Tonnen eingehalten wird.

Kann die Brücke vollständig für den Verkehr gesperrt werden?

Um eine dauerhafte Sperrung des Bauwerks zu vermeiden, wird aktuell die erforderliche Maßnahme – ein Fahrverbot für LKW ab 7,5 Tonnen – eingeleitet. Zudem bereitet die Autobahn GmbH Konzepte vor, für den Fall, dass im Rahmen von Brückenprüfungen weitere Schäden festgestellt werden, die eine Sperrung erforderlich machen.

Wie wird die Sicherheit der Rheinbrücke Bonn-Nord bis zum Neubau gewährleistet?

Die in den vergangenen zwei Jahren durchgeführten Sonderuntersuchungen dokumentieren einen Schadenszuwachs, der eine weitere Ablastung der rund 660 Meter langen linksrheinischen Vorlandbrücke erforderlich macht. Im weiteren Verlauf der Brückendokumentation werden daher zeitnah spezielle Sensoren installiert, die Veränderungen am Bauwerk präzise erfassen. So können notwendige Maßnahmen schnell eingeleitet werden. Aufgrund ihrer Bauweise verfügt die Rheinbrücke Bonn-Nord über ein ausgeprägtes Ankündigungsverhalten. Dadurch können Veränderungen frühzeitig erkannt und rechtzeitig Gegenmaßnahmen umgesetzt werden.

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