Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) hat unmittelbar nach der Sperrung der A 565 gehandelt und die Autobahn GmbH des Bundes angewiesen, alle erforderlichen Ressourcen und Mittel zu bündeln und die eingeleiteten Planungen für einen Ersatzneubau weiter zu forcieren. Entsprechend werden dort die Planungen für den Ersatzneubau mit höchster Priorität vorangetrieben.
Darüber hinaus wurde umgehend vom BMV eine Lenkungsgruppe eingerichtet, um die dazu notwendigen vielfältigen Planungsaufgaben und weiteren Schritte zu koordinieren. Der unter Leitung von Staatssekretärin Dr. Claudia Elif Stutz neu gebildete Lenkungskreis mit Vertretern von Bund, Land und Kommune traf sich erstmals am 10.06. im BMV Bonn.
Mit schnellen und direkten Abstimmungen sollen so die Prozesse vor Ort beschleunigt und die Auswirkungen der Sperrung für Bonn und Umland minimiert werden. Der Lenkungskreis hat sich darauf verständigt, dass alle gemeinsam an einem Strang ziehen um die anstehenden Themen wie Umleitungsverkehre, Baustellenorganisation, Geh- und Radwegverkehr effizient und schnell voranzubringen. Zudem steht der Lenkungskreis in Abstimmung mit allen relevanten Akteuren der Region.
Der Zuschlag für den Abbruch der linksrheinischen Vorlandbrücke der Rheinbrücke Bonn-Nord wurde von der Autobahn GmbH am 8.7. erteilt. Am 15.7. begannen die bauvorbereitenden Maßnahmen für den Abbruch der Vorlandbrücke. Seit dem 8.8. erfolgt der Abbruch in 13 Blöcken bis voraussichtlich Mitte November 2026.
Weiterhin läuft seit Mitte Juli die Ausschreibung der Autobahn GmbH für den Ersatzneubau im Wege eines Verhandlungsverfahrens mit Teilnahmewettbewerb. Ziel der Autobahn GmbH ist es, den Zuschlag noch vor Weihnachten 2026 zu erteilen. Die Ausschreibung ist funktional ausgestaltet, d.h. Planung und Bau sollen gemeinsam beauftragt werden.